Dreharbeiten

Bevor die Dreharbeiten beginnen müssen die Schüler:innen mit grundlegenden Prinzipien der Bildgestaltung vertraut gemacht werden. Besonders zu beachten sind dabei die Bildgrößen, die Perspektiven, die Blickachse und deren Bedeutungen für die filmische Aussage. Außerdem muss für das Licht und den Ton bei der Aufnahme sensibilisiert werden. Nähere Informationen sind hier zu finden.

Bei der Anleitung der Dreharbeiten ist es erforderlich, den handlungsorientierten Ansatz unbedingt zu beachten. Das bedeutet, den Schülern so wenig wie möglich, eigentlich keine Vorgaben zu machen. Der Film soll ihr Film werden und nicht der der Anleiter. Also sind nicht die „erwachsenen“ Maßstäbe die entscheidenden sondern die der Schüler:innen. Damit befördert man die Kreativität und ermöglicht den Schüler:innen Selbstwirksamkeitserfahrungen. Diese Vorgehensweise hat sich in jahrelanger Praxis bewährt. 

Nachdem die Rollen verteilt sind, der Drehort vorbereitet, die Schüler:innen im Kostüm, die Kamera aufgestellt und alle bereit sind, kann der Dreh beginnen. Zunächst sollten die Szenen ohne Aufnahme geprobt werden. Wenn die Darsteller:innen ihre Texte sicher können, dann kann gedreht werden. Es empfiehlt sich, die Szenen nach dem Drehen anzuschauen und die Schüler:innen nach ihrer Meinung zu fragen. Außerdem sollten mehrere Aufnahmen einer Szene gedreht werden, auch wenn die erste bereits perfekt wirkt. Oft steigern sich die Schüler:innen, wenn sie die Szenen wiederholen.

Die Dreharbeiten nehmen mindestens zwei, manchmal drei Tage der Projektwoche ein. Wenn die Möglichkeit besteht, kann am Ende eines jeden Projekttags das Material in der Schnittrechner eingespielt und gesichtet werden. Das erleichtert die folgenden Schnittarbeiten und gibt Sicherheit, dass die erforderlichen Szenen „im Kasten“ sind.