Erarbeiten des Film-Plots

Für die Erarbeitung eines Drehbuchs sind grundsätzliche Kenntnisse über die Dramaturgie von Filmen nötig. Auch wenn wir alle Filme gern und viel wahrnehmen, so bleibt uns doch bei guten Filmen die Struktur verborgen. Einige Informationen zu dramaturgischen Fragen von Filmen finden Sie hier.

Aus der Stoffsammlung wird als nächstes die Geschichte entwickelt. Oft haben die Schüler:innen einen eher formalen Zugang, d.h. sie schlagen vor, einen Film eine bestimmten Genres zu produzieren, z.B. einen Kriminalfilm, einen Actionfilm, eine Horrorfilm, eine Komödie u.a.. Die Aufgabe besteht dann darin, die gesammelten Fakten darauf zu überprüfen, für welche Art Film sie sich eignen. Eine Methode dazu ist, sich von den Schüler:innen eine Geschichte erzählen zu lassen, die auf ihren gesammelten Fakten basiert. Diese Phase kann mitunter sehr chaotisch sein. Man kann das Gefühl bekommen, dass es nicht vorwärts geht. Aber es ist äußerst wichtig, sich die Zeit zu nehmen, die es dafür benötigt. Die Schüler:innen werden sich im Verlauf des Prozesses sicherer, wie sie ihren Film gestalten wollen und welche Aussage er haben soll. 

Sobald einzelnen Elemente für den Film festgelegt wurden, sollten diese notiert werden. Dafür eignen sich Metaplankarten, da man diese in der Folge der Arbeit in der Reihenfolge anordnen und überprüfen kann, ob die Geschichte funktioniert, d.h. glaubhaft wirkt. Aus der Geschichte folgt auch, welche handelnden Personen im Film vorkommen werden.

Nun müssen die Szenen immer konkreter ausformuliert werden. Dieses „Abtreppen“ folgt dem Schema: vom Abstrakten zum Konkreten. Am Ende sollten konkrete Dialoge der Protagonisten und eine Abfolge der einzelnen Einstellungen als Drehplan aufgeschrieben sein.

Wie viele Arbeitsschritte bei der Filmproduktion ist auch die Entwicklung der Geschichte eine Teamaufgabe. Dabei kann es oft zu Konflikten kommen, unterschiedliche Meinungen treffen aufeinander und das zeigt, wie vielfältig eine Geschichte erzählt werden kann. Um zu einem Ergebnis zu kommen, müssen sich die Schüler:innen einigen, Kompromisse finden. Dazu müssen sie sich zuhören, sich in die Position der anderen versetzen und das mit den eigen Vorstellungen abgleichen. Dieses Prinzip findet sich auch als Teilaspekt beim globalen Lernen wieder.

Wichtig ist, die Geschichte auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen, zu bedenken, welcher Zeitaufwand für die Dreharbeiten anfällt, welche Ressourcen für die Ausgestaltung der Drehorte, die Kostüme usw. zur Verfügung stehen. Diese limitierenden Faktoren sollten in der Diskussion offen angesprochen werden und gemeinsam Lösungen gefunden werden.