Was hat Coltan mit Handys zu tun?

Aus dem Erz Coltan wird das seltene Metall Tantal gewonnen. Dieses wird für Digitalkameras, Spielkonsolen, Laptops, Flachbildschirme und Mobiltelefone verwendet. Auf all diese Dinge können die meisten Menschen in Europa heutzutage kaum noch verzichten. Aufgrund dessen steigt die Nachfrage stetig, sodass die Minenbetreiber im Kongo und in Zentralafrika dem kaum noch gerecht werden können und dadurch um das wertvolle Gestein kämpfen müssen. Leider gibt es auch keine Alternative zu Tantal, denn es ist doppelt so dicht, haltbar und biegsam wie Stahl und schmilzt erst bei knapp 3000 Grad. Etwa 2000 Tonnen Coltan werden weltweit jedes Jahr gefördert, wovon mehr als die Hälfte aus Afrika kommt. Weitere Minen liegen in Australien, Asien, Brasilien und Kanada. Dörfer werden überfallen und viele Menschen sterben, weil Bürgerkriegsparteien versuchen, möglichst viele der kleinen, oft illegalen Minen zu erobern. Das Geld aus dem Verkauf wird oft für neue Waffen verwendet. Doch der Rohstoffabbau bringt neben den Auswirkungen auf politischer und sozialer Ebene auch noch andere negative Folgen, wie die Verschmutzung der Bäche und die irreparable Schädigung von Waldgebieten und damit auch die Vernichtung der Lebensräume für Gorillas. Um zu verhindern, dass das Tantal in afrikanischen Bürgerkriegsregionen abgebaut wird und um für faire Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter zu sorgen, haben deutsche Wissenschaftler ein neues Verfahren entwickelt, durch welches es möglich ist die Herkunft des Minerals zu bestimmen. Mithilfe des Verfahrens sollen alternative Abbauregionen gefunden werden.

Quellen:

https://www.stern.de/digital/smartphones/umkaempftes-coltan-der-stoff–aus-dem-die-handys-sind-3571040.html 07.11.17 11:00 Uhr

http://www.gesichter-afrikas.de/rohstoffe-ressourcen-in-afrika/metallische-rohstoffe/coltan.html 07.11.17 11:30 Uhr

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